Ein Tag auf der Isle of Wight - Mildes Klima, unberührte Natur und frischer Hummer

Besuchsdauer: 1 Tag Empfohlene Zeit: März bis Oktober Kosten: 270 €

Endlich begann ein sonniger Tag. Wir freuten uns sehr darüber, denn heute haben wir uns etwas ganz besonderes vorgenommen: Die Isle of Wight. Die Insel liegt im südlichen Teil Englands - gegenüber von Southhampton. Die Insel ist nicht unbedingt groß. Sie ist 35km lang und 20km breit und bietet wunderschöne Ecken zum Verlieben. Wir möchten euch mitnehmen in unseren Tagesausflug und euch erzählen, was sich lohnt und was nicht.

Die Anreise mit Red Funnel - Signature Lounge Experience

Wir haben uns für die Red Funnel Fähre von Southhampton auf die Isle of Wight entschieden. Diese Fähre hat die Möglichkeit, dass wir mit unserem eigenen Auto rüberfahren und somit recht flexibel sein konnten auf der Insel. Es gibt auch noch die Möglichkeit von Portsmouth oder Lymington anzureisen. Unsere Fähre sollte 60 min. für die Überfahrt brauchen (nur von März bis Oktober, ansonsten sind es 90 min.). Für die Überfahrt haben wir 98 € bezahlt. Für die Hinfahrt haben wir uns zusätzlich etwas ganz Besonderes gebucht: Die Signature Lounge. Zusätzliche Kosten dafür waren 14 €.

Die Lounge ist ein sehr ruhiger und komfortabler Bereich. Wir sind aus dem Staunen gar nicht heraus gekommen. Vor allem hatten wir das Glück, alleine in der ganzen Lounge zu sitzen. Wir waren durch unsere Erkältung noch ziemlich angeschlagen und haben die Ruhe wirklich sehr genossen. Wir hatten richtig bequeme Sessel und viel Platz, während es im Hauptbereich nur harte Stühle gab und man eng an eng sitzen musste. Der Standard Bereich war auch wirklich richtig voll und der Lärmpegel extrem hoch. Wenn man das nicht mag, ist die Signature Lounge wirklich lohnenswert. Außerdem hatten wir eine großzügige Auswahl an Getränken und Snacks, die wir uns kostenlos aussuchen durften. Die Bedienung war sehr freundlich. Schnelles Wlan war auch vorhanden, sodass man rein theoretisch auch dort in aller Ruhe arbeiten könnte. Wir haben die Zeit natürlich auch genutzt, um einiges für euch festzuhalten und somit viele Fotos und Videoaufnahmen gemacht.

Für uns war das wirklich eine tolle Experience, so etwas mal zu erleben.

Auf der Insel angekommen, sollte unser erster Stopp das Osborne House werden.

Das Osborne House: Ein intimer Einblick in das Privatleben von Königin Victoria und Prinz Albert

Von dem Fähranleger sind es tatsächlich nur wenige Kilometer bis zum Osborne House. Wir waren uns anfänglich nicht sicher, ob wir in das Haus selbst gehen- oder es vielleicht nur von außen anschauen sollten. Doch man kann es nicht sehen, ohne Eintritt zu bezahlen. Man muss dazu sagen, dass wir die Eintrittspreise oft als viel zu teuer empfinden. Vor allem, weil wir persönlich oft die Einrichtung von Schlössern, Burgen oder eben diesem Haus nicht so spannend finden. Wir interessieren uns meist mehr für das Gebäude von außen und deren Gärten.

Osborne spiegelt die Leidenschaften, den Geschmack und den Stil von Königin Victoria und Prinz Albert wider. Aufwendig verzierte Einrichtungsgegenstände und Kunstwerke aus der Royal Collection schmücken die Räume und Flure, in denen Victoria wichtige Gäste empfing und über das riesige Britische Empire herrschte.

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Isle of Wight: Eintrittskarte für Osborne

Da kam es uns sehr gelegen, dass das English Heritage gerade ein paar Infostände vor dem Einlass hatte. Nach einer kurzen Beratung, haben wir uns dazu entschlossen, Mitglieder des English Heritage zu werden. Bei denen zahlt man eine Jahresgebühr und bekommt bei vielen Sehenswürdigkeiten dafür freien Eintritt oder auch rabattierten Eintritt bei ausgewählten Partnern. Außerdem darf man bei vielen Attraktionen kostenlos Parken. Was wirklich ein Gamechanger sein kann. Denn die Parkgebühren können auf Dauer echt teuer werden. Dadurch, dass wir ins Haus gegangen sind, hatten wir ca. die Hälfte des English Heritage Passes wieder drin. Da wir planen im kommenden Jahr erneut nach Großbritannien zu reisen, lohnt sich das für uns alle mal.

Das Osborne House ist der ehemalige Landsitz und Rückzugsort von Königin Victoria gewesen. Der Anblick von außen gibt definitiv etwas her, vor allem wenn man im Garten steht, sieht das Gebäude schon sehr beeindruckend aus. Es ist ein prächtiger Bau im Stil einer italienischen Renaissance-Villa.

Das Osborn House auf der Isle of Wight - Vorderseite

(Osborne, unter der Obhut von English Heritage.)

Unsere Besichtigung startete im Erdgeschoss. Wir durchquerten einige Flure, die mit sehr viele Statuen und Gemälden dekoriert sind. Es gab Einblicke in eine Art Geburtstagsraum und ein Billardzimmer.

(Osborne, unter der Obhut von English Heritage.)

Durch ein großes Treppenhaus gelangten wir ins Obergeschoss. Dort befinden sich die Familienräume. Hervorzuheben ist ein Raum, der sich wirklich von allen anderen unterscheidet - der Durbar Room. Dieses Meisterwerk wurde von der Königin in Auftrag gegeben für offizielle Anlässe. Alles hatte einen indischen Touch und wurde sehr detailverliebt hergerichtet.

(Osborne, unter der Obhut von English Heritage.)

Anschließend ging es für uns raus in den Garten. Im Oktober blüht da logischerweise nichts, daher sah es etwas kahl aus. Im Frühling/Sommer sieht es hier bestimmt richtig toll aus. Der Garten ist wirklich weitläufig. Man kann sogar über einen weiten Weg direkt zum Strand laufen. Wir haben uns allerdings dagegen entschieden, da wir noch ein bisschen mehr von der Insel an sich sehen wollten, bevor unsere Fähre wieder zurückfährt.

(Osborne, unter der Obhut von English Heritage.)

Alles in allem kann man hier locker 4-5 Stunden, wenn nicht sogar einen ganzen Tag verbringen. Wir sind nach ca. 2 Stunden zum nächsten Spot gefahren.

Ein Abstecher mit Hindernissen: Wo sind die Culver Cliffs?

Der nächste Spot, den wir anpeilten, sollte viel Natur versprechen. Vom Parkplatz auf dem Culver Down aus wurden wir mit einem atemberaubenden Panoramablick belohnt, der sich über das Land und die schimmernde Küste erstreckte. Wir sahen Weiden, den Horizont und eine weite, wunderschöne Landschaft. Zu Fuß machten wir uns auf den Weg, um die Klippen zu begutachten.

Parkplatz auf den Culver Cliffs - Wunderbarer Ausblick

Doch ein wichtiger Bestandteil fehlte: die Klippen selbst. Wir gingen davon aus, dass wir sie von unserem Standpunkt aus sehen würden, aber das war nicht der Fall. Ohne ein einziges Schild, das den Weg zu den Klippen weisen würde, waren wir ratlos. Wir wussten einfach nicht, wo wir lang mussten und irrten planlos herum.

Nach einiger Zeit beschlossen wir, unsere Suche abzubrechen und zum nächsten Punkt auf unserer Reiseliste aufzubrechen. Es war schade, dass wir das eigentliche Ziel verpasst haben, aber die Aussicht allein war den Abstecher wert. Da wir aber im Oktober dort waren, lief die Zeit gegen uns, denn die Sonne ging schon echt früh unter. Dementsprechend hatten wir nicht mehr lange Tageslicht. Das sollte man auf jeden Fall mit bedenken, wenn man die Insel besucht. Nächstes Mal wollen wir lieber im Frühjahr wieder kommen, damit wir mehr Tageslicht haben und den Tag besser nutzen können.

Eigentlich wollten wir noch viel mehr an diesem Tag besichtigen, aber aufgrund des Tageslichts und unserem aufkommenden Hungergefühl entschieden wir uns, die anderen Punkte für die nächste Reise zu vertagen und den Abend im Restaurant ausklingen zu lassen.

Hummer Experiment auf der Isle of Wight: Lohnen sich die teuren Krustentiere wirklich?

Auf unserer To-do-Liste stand schon lange ein kulinarisches Highlight: Einmal im Leben Hummer probieren. Die Isle of Wight schien der perfekte Ort dafür. Frischer geht es kaum! Unsere Wahl fiel auf das “The Crab and Lobster Inn”, eine Empfehlung, die ich zuvor im Reiseführer gefunden hatte. Die Lage versprach alles: Direkt am Meer gelegen und mit der salzigen Brise in der Nase.

Das Restaurant Crab and Lobster Inn

Wir wurden sofort herzlich empfangen. Die Atmosphäre im “The Crab and Lobster Inn” war komplett herbstlich und im Halloween Style dekoriert. Klar, es war ja auch Oktober. Auf der Speisekarte gab es einiges an Fisch, doch für uns war klar, der Hummer musste her. Bevor wir uns an das “Hauptprojekt” wagten, gönnten wir uns eine kleine Vorspeise: Eine Avocado, gefüllt mit frischen Shrimps – ein leckerer, leichter Start.

Dann kam der Moment der Wahrheit. Wir hatten uns weise für einen halben Hummer entschieden, serviert mit Pommes und einem knackigen Salat. Wir wollten ja nur probieren, nicht gleich die ganze Geldbörse leeren. Der Preis war gesalzen, aber Neugier und die “Einmal im Leben”-Mentalität siegten. Und dann kam die Überraschung… oder eher die Ernüchterung.

Wir müssen ehrlich sein: Hummer ist nichts für uns. Vielleicht hatten wir zu hohe Erwartungen. Wir fanden das Fleisch eher fest und “gummihaft”. Der Geschmack war weit weniger intensiv, als wir es uns vorgestellt hatten. Würden wir es wieder essen? Wahrscheinlich nicht.

Trotz der Enttäuschung, war das Restaurant wirklich schön. Wir haben unser Experiment durchgeführt und sind nun um eine Erfahrung reicher geworden. Nächstes Mal gibt es lieber Lachs ;)

Nach dem Essen ging es zurück zur Fähre und nach der Überfahrt dann entspannt zu unserem Wohnwagen zurück. Ein ereignisreicher Tag auf der Insel ging zu Ende.

Unser Fazit

Die Isle of Wight ist definitiv einen Besuch wert, besonders wenn du Natur magst. Die Red Funnel Fähre mit der Signature Lounge ist ein Erlebnis für sich und das Osborne House bietet einige Einblicke in die royale Geschichte.

Besucher-Info

Die Isle of Wight ist am besten von März bis Oktober zu besuchen, wenn die Fährverbindungen häufiger sind und du mehr Tageslicht hast. Plane einen ganzen Tag ein, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten entspannt zu erkunden.

Instagram
@redfunnelferry
@englishheritage
@crabandlobsterinn
Webseiten
Red Funnel Fähre
Osborne House
The Crab and Lobster Inn
Adressen
Red Funnel Terminal Southampton - Southampton, Vereinigtes Königreich
Osborne House - York Ave, East Cowes PO32 6JX, United Kingdom
Culver Down - Sandown PO36 8QT, United Kingdom
The Crab and Lobster Inn - 32 Forelands Field Rd, Bembridge PO35 5TR, United Kingdom
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