Heiliger Hain bei Wahrenholz: Unser Spaziergang mitten durch die Heideblüte
Da die Heide-Zeit begrenzt ist, wollten wir nach der Gifhorner Heide noch mehr Heideblüte sehen und erleben. Eigentlich waren wir an diesem Tag einfach auf der Suche nach einer neuen Runde in unserer Umgebung: nicht besonders lang, nicht weit weg und ohne daraus gleich einen ganzen Tagesausflug zu machen. Dabei sind wir auf den Heiligen Hain bei Wahrenholz gestoßen.
Eine genaue Vorstellung davon, was uns dort erwartet, hatten wir nicht. Wir wussten nur, dass die Heidelandschaften in der Region richtig schön sein sollen und nachdem uns Gifhorn bereits überrascht hat, war da natürlich die leise Hoffnung, dass es hier vielleicht sogar noch ein bisschen schöner werden könnte.
Also haben wir uns bei Komoot eine Runde ausgesucht, das Auto auf dem kostenlosen Wanderparkplatz abgestellt und sind einfach losgelaufen.

Mitten durch die Heide
Schon nach kurzer Zeit merkten wir, dass sich dieser Spaziergang ganz anders anfühlt als unsere Runde in der Gifhorner Heide. Dort sind wir an vielen Stellen eher am Rand der Heideflächen entlanggelaufen, im Heiligen Hain führten die schmalen Sandwege dagegen gefühlt wirklich mitten hindurch. Teilweise hatten wir die blühende Heide direkt auf beiden Seiten des Weges und dazwischen immer wieder Bäume, die die kleinen Pfade einrahmten.




Genau diese Wege haben uns hier so gut gefallen. Zusammen mit dem überwiegend bewölkten Himmel hatte die Landschaft stellenweise etwas richtig Mystisches. Zwischendurch kam immer wieder die Sonne heraus, es war angenehm mild und die Heide wirkte bei unserem Besuch unglaublich intensiv. Ob das Lila tatsächlich kräftiger war als in Gifhorn oder es durch die schmaleren Wege einfach noch mehr auffiel, können wir natürlich nicht sagen. Für mich sah es jedenfalls noch einmal ein kleines bisschen schöner aus.
Das haben wir später auch beim Durchsehen unserer Fotos gemerkt. Von manchen Ausflügen bleiben am Ende ein oder zwei Bilder übrig, die man wirklich besonders mag. Hier hatten wir eher das Problem, uns entscheiden zu müssen. Die Heide war einfach unglaublich fotogen und diese Mischung aus den sandigen Wegen, den Bäumen und dem vielen Lila hat auf den Bildern genauso gut funktioniert, wie sie sich während des Spaziergangs angefühlt hat.
Trotz Heideblüte war es bei unserem Besuch außerdem angenehm ruhig. Hin und wieder haben wir andere Spaziergänger gesehen und irgendwann kamen uns zwei Reiterinnen entgegen, aber insgesamt konnten wir die Runde wirklich in Ruhe genießen. Es gab dabei gar nicht diesen einen Moment, von dem wir hinterher gesagt hätten: Das war jetzt das Highlight. Der Spaziergang als Ganzes war einfach wunderschön.


Unsere Komoot-Runde durch den Heiligen Hain war 5,24 Kilometer lang und für uns eher ein entspannter Spaziergang als eine richtige Wanderung. Größere Steigungen gab es eigentlich nicht, dafür führten viele der Wege über Sand, was gerade zwischen der Heide irgendwie perfekt zu dieser Landschaft gepasst hat.
Der alte Schafstall
Unterwegs kommt man auch am alten reetgedeckten Schafstall vorbei, der zwischen all der Heide natürlich sofort auffällt. Wir haben dort ein bisschen auf den Infotafeln gelesen und uns irgendwann gefragt, ob der Stall heute eigentlich noch genutzt wird. Reingehen konnten wir bei unserem Besuch nicht, denn er war verschlossen. Von außen ist er aber auf jeden Fall ein ziemlich cooles Motiv.

Der Schafstall stammt aus dem 17. Jahrhundert und steht ziemlich zentral in der Heidefläche. Der Heilige Hain selbst umfasst rund 56 Hektar und wird von der Tourismusregion als größtes zusammenhängendes Heidegebiet der Südheide Gifhorn beschrieben.
An der Scheune vorbei führte unsere Runde weiter durch die Heide und später auch wieder stärker durch den Wald. Der war schön, aber wenn wir ehrlich sind, hatte er es nach diesen Heidewegen ein bisschen schwer. Unser Highlight dieser Runde war ganz eindeutig die Heidelandschaft.
Würden wir wiederkommen?
Definitiv. Wir würden beim nächsten Mal wahrscheinlich nicht noch einmal exakt dieselbe Runde laufen, sondern uns einen anderen Weg durch den Heiligen Hain suchen und schauen, was es dort noch zu entdecken gibt.

Wenn wir uns aussuchen könnten, wann wir wiederkommen, dann allerdings wieder während der Heideblüte. Genau dieses kräftige Lila und das Gefühl, auf den schmalen Sandwegen wirklich mitten durch die Heide zu laufen, haben diesen Spaziergang für uns ausgemacht.
Und ja: die Gifhorner Heide mögen wir immer noch sehr. Ohne unseren ersten Spaziergang dort wären wir wahrscheinlich gar nicht auf die Idee gekommen, direkt noch eine weitere Heidelandschaft in unserer Umgebung auszuprobieren. Aber wenn ich beide Spaziergänge miteinander vergleiche, hat mir der Heilige Hain tatsächlich noch ein kleines bisschen besser gefallen.
Manchmal braucht es eben gar keinen großen Tagesausflug. Eine schöne Runde, viel Heide und am Ende eine Speicherkarte voller Bilder, die man am liebsten alle behalten möchte, reichen vollkommen.



Besucher-Info
- Zeit
- Für unsere 5,24-km-Runde solltest du etwa 1-1,5 Stunden einplanen.
- Parkplatz
- Kostenlos direkt am Start der Runde.
- @suedheide_gifhorn
- Webseite
- Südheide Gifhorn - Heiliger Hain
- Adresse
- OT Heiliger Hain, 29399 Wahrenholz (DE)
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