Internationaler Feuerwerkswettbewerb Hannover: Unser Schottland-Abend in den Herrenhäuser Gärten

Besuchsdauer: 4,5 Stunden Kosten: 28 €

Feuerwerk und Schottland: diese Kombination hatten wir bis dahin auch noch nicht auf unserer Ausflugsliste. Als wir gesehen haben, dass beim Internationalen Feuerwerkswettbewerb in Hannover ausgerechnet ein schottisches Team antritt, mussten wir eigentlich nicht lange überlegen.

Also fragten wir Freunde, mit denen wir auch schon gemeinsam in Schottland unterwegs waren, ob sie mitkommen möchten. So wurde aus dem eigentlichen Feuerwerksbesuch ein gemeinsamer Schottland-Abend in den Herrenhäuser Gärten.

Dass der Internationale Feuerwerkswettbewerb aus mehreren Abenden besteht, an denen unterschiedliche Länder antreten, hatten wir zu diesem Zeitpunkt übrigens gar nicht so richtig auf dem Schirm. Dass ausgerechnet Schottland zeitlich für uns gepasst hat, war natürlich perfekt. Nächstes Jahr werden wir uns vielleicht sogar mehrere Shows ansehen.

Schottland, mitten in Hannover

Wir kamen gegen 17:45 Uhr bei den Herrenhäuser Gärten an. Wir haben uns im Vorfeld auf der Website angeschaut, wann es losgeht, was man mitnehmen darf und ob es vor Ort etwas zu essen gibt. Dadurch wussten wir auch, dass wir unsere Camping-Stühle* mitnehmen durften. Somit war der Sitzplatz gesichert.

Beim Reingehen kamen wir zunächst am Kinderprogramm vorbei und gingen dann ziemlich schnell weiter zu der Dudelsack-Band. Und natürlich kommt bei uns schon ein bisschen Schottland-Feeling auf, wenn Menschen in Kilts vor einem stehen und Dudelsack spielen.

Die traditionelle Musik passte richtig gut zu dem Abend, auch wenn sie ehrlich gesagt musikalisch nicht das ist, was wir privat hören würden. Wenn wir schottische Musik anmachen, darf es bei uns eher etwas moderner sein, zum Beispiel in Richtung Cammy Barnes. Trotzdem gehörte die Pipe Band natürlich an diesem Abend einfach dazu und war ein schöner Einstieg.

Danach schauten wir uns Andy Snatch an. Ehrlicherweise hatten wir vorher weder ihn noch sein Programm auf dem Schirm und wussten deshalb auch überhaupt nicht, was uns dort erwartet.

Am Ende war es eine Mischung aus Balancieren auf dem Seil, Jonglage und Comedy. Gepaart mit dem englischen Akzent und ein paar Fetzen Deutsch war es tatsächlich ziemlich lustig. Gina musste zwischendurch immer wieder lachen und auch Oli fand ihn unterhaltsam. Es war jetzt nichts, weswegen wir extra nach Hannover gefahren wären, aber genau so ein Programmpunkt, den man vorher nicht eingeplant hat und dann trotzdem gerne mitnimmt.

Es gab auch noch einen Chor, den wir uns kurz angeschaut haben. Der Auftritt hat uns allerdings nicht abgeholt. Also machten wir uns lieber langsam auf die Suche nach einem Platz für das, weswegen wir eigentlich hier waren.

Einen guten Platz finden

Wir wussten schon vorher, dass es zusätzlich zum normalen Eintritt sogenannte Front-of-Row-Bereiche gab. Dort konnte man näher am Feuerwerksareal sitzen und hatte einen eigenen Bereich für Faltstuhl oder Picknickdecke. Für den Schottland-Abend waren diese Tickets allerdings bereits ausverkauft.

Also suchten wir uns im normalen Bereich einen Platz, stellten unsere Stühle auf und machten es uns erst einmal gemütlich. Bis zum Feuerwerk war noch einiges an Zeit, aber das störte uns überhaupt nicht. Wir saßen zusammen, unterhielten uns und aßen unsere mitgebrachten Snacks.

Irgendwann wollten die Männer noch einmal losziehen und etwas Richtiges zu essen holen. Wir hatten vorher extra geschaut, ob es auf dem Gelände Verpflegung gibt, und deshalb eigentlich damit gerechnet, dort problemlos etwas zu bekommen.

Fehlanzeige: Es sind lediglich 4-5 Verkaufsstände aufgefallen, die ausgewähltes Sortiment angeboten haben. Die Warteschlangen davor waren so lang, dass, obwohl noch über 30 Minuten Zeit war, die Männer abgebrochen haben und mit leeren Händen zum Sitzplatz zurückkamen. Hier kann es ruhig noch mehr Auswahlmöglichkeiten geben.

Zum Glück hatten wir unsere Snacks dabei. Richtig gegessen haben wir dann einfach später nach der Veranstaltung bei KFC.

Schottisches Feuerwerk: Beeindruckende Farben, schön lang und passend zur Musik

Um 21:30 Uhr begann schließlich das Feuerwerk.

Schon ziemlich schnell war klar, dass das mit einem normalen, kurzen Feuerwerk, wie man es vielleicht von einem Schützenfest kennt, nicht besonders viel gemeinsam hatte. Die Show dauerte ungefähr 25 Minuten und war die ganze Zeit mit Musik verbunden.

Es gab unglaublich viele verschiedene Farben und Effekte und besonders cool fanden wir die Momente, in denen das Feuerwerk wirklich passend zur Musik am Himmel erschien.

Zwischendurch waren schottische Klänge dabei, später auch andere Musik. Einige Songs kamen uns bekannt vor, welche es genau waren, wissen wir allerdings nicht.

Das Feuerwerk selbst hat uns beiden richtig gut gefallen. Gerade durch die Musik und die vielen unterschiedlichen Effekte fühlte es sich viel mehr wie eine komplette Show an als einfach nur wie ein paar Raketen am Himmel.

Leider merkten wir ziemlich schnell, dass unser Platz nicht ganz so clever gewählt war.

Freie Sicht unmöglich: Die Hecke haben wir unterschätzt

Vor uns befand sich eine Hecke.

Beim Hinsetzen hatten wir uns darüber ehrlich gesagt überhaupt keine Gedanken gemacht. Das Feuerwerk findet schließlich am Himmel statt, dachten wir zumindest.

Die hohen Effekte konnten wir auch wirklich gut sehen. Alles, was etwas niedriger stattfand, verschwand dagegen teilweise einfach hinter der Hecke. Und wenn das Feuerwerk der Hauptgrund für den Besuch ist, ist das natürlich ziemlich ärgerlich.

Da die Front-of-Row-Plätze bereits ausverkauft waren, konnten wir daran an dem Abend auch nichts mehr ändern. Beim nächsten Mal würden wir deshalb im normalen Bereich viel genauer darauf achten, nicht nur einen gemütlichen Platz zu finden, sondern wirklich freie Sicht in Richtung Feuerwerksareal zu haben.

Unser Platz war also zum Sitzen und Warten völlig okay. Für das komplette Feuerwerk leider weniger.

Unsere Insta360 X4 hatte die bessere Sicht

Zum Glück hatten wir unsere Insta360 X4* dabei. Wir konnten die Kamera etwas höher in der Hecke befestigen und dadurch hatte sie tatsächlich einen besseren Blick auf das Feuerwerk als wir selbst.

Als wir die Aufnahmen später zu Hause anschauten, konnten wir plötzlich Effekte sehen, die uns vor Ort teilweise entgangen waren.

Dass ausgerechnet unsere Kamera am Ende den besseren Platz hatte, war natürlich ein bisschen absurd, in diesem Fall aber auch ziemlich praktisch.

Unsere Kamera: Insta360 X4

Wir benutzen die Insta360 X4 auch auf unseren Reisen und Ausflügen. An diesem Abend war sie besonders praktisch, weil wir sie etwas höher positionieren konnten und dadurch jetzt Teile der Show sehen, die von der Hecke verdeckt wurden.

Was uns weniger gut gefallen hat

Neben unserer eingeschränkten Sicht gab es noch einen Punkt, den wir nicht besonders angenehm fanden: die Toilettensituation.

Wir haben vor Ort hauptsächlich Dixi-Toiletten gesehen, was bei einer Veranstaltung, bei der viele Menschen mehrere Stunden auf dem Gelände verbringen, nicht schön ist. Da gibt es heutzutage eigentlich bessere Lösungen. Klos mit fließend Wasser und Seife, um sich die Hände waschen zu können, sind allein schon aus hygienischen Aspekten wünschenswert.

Ob es auf dem Gelände zusätzlich andere Sanitäranlagen gab, die wir schlicht nicht gesehen haben, können wir nicht beurteilen.

Ansonsten empfanden wir die vielen Besucher überraschend entspannt. Natürlich war viel los, aber es fühlte sich für uns nicht unangenehm gedrängt an. Auch die Wartezeit bis zum Feuerwerk war für uns überhaupt kein negativer Punkt.

Die Herrenhäuser Gärten kannten wir übrigens schon von früher und mögen sie grundsätzlich sehr. An diesem Abend haben wir uns die eigentliche Gartenanlage allerdings nicht so genau angeschaut. Unser Fokus lag eindeutig auf dem Programm, unseren Freunden und später natürlich auf dem Feuerwerk.

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Und dann mussten wir noch zurück zum Wohnwagen

Nach dem Feuerwerk ging es für uns erst einmal zu KFC. Danach brachten wir unsere Freunde nach Hause und machten uns schließlich mitten in der Nacht auf den Rückweg zum Wohnwagen.

Diese Fahrt wurde noch einmal anstrengender als gedacht. Oli war inzwischen ziemlich müde und während wir um 2 Uhr Nachts über die dunklen Landstraßen fuhren, war gefühlt jedes Wildtier in der Gegend unterwegs. Wir haben vier Rehe, einen Fuchs und schließlich sogar eine ganze Gruppe Wildschweine, ungefähr 15 bis 20 Tiere, gesehen.

Danach waren wir wirklich sehr langsam unterwegs.

Irgendwann kamen wir heil am Wohnwagen an und waren einfach nur noch froh, ins Bett zu können. So haben wir uns das Ende unseres eigentlich ziemlich entspannten Schottland-Abends nicht vorgestellt.

Würden wir noch einmal zum Feuerwerkswettbewerb fahren?

Ja.

Das Feuerwerk hat uns beiden so gut gefallen, dass wir damals sogar kurz überlegt haben, zwei Wochen später noch einmal zum Schweden-Abend nach Hannover zu fahren. An dem Wochenende hatten wir allerdings schon andere Pläne.

Wenn wir noch einmal zum Internationalen Feuerwerkswettbewerb in Hannover fahren, würden wir vor allem eine Sache anders machen: uns deutlich genauer mit unserer Platzwahl beschäftigen.

Das Feuerwerk ist nämlich so schön, dass wir es uns gerne noch einmal ansehen würden, dann aber hoffentlich mit freier Sicht.

Wir hätten doch ganz gerne selbst freie Sicht, nicht nur für unsere Kamera.

Besucher-Info

Ort
Herrenhäuser Str. 4, 30419 Hannover-Herrenhausen-Stöcken (DE)
Team
Fireworx Scotland Ltd
Feuerwerksbeginn bei unserem Besuch
21:30 Uhr
Dauer
ca. 25 Minuten
Front-of-Row
Für unseren Termin bereits ausverkauft. Ist auch für kommendes Jahr schon nach 1-2 Tagen ausverkauft gewesen.
Unser wichtigster Tipp
Bei der Platzwahl nicht nur auf einen gemütlichen Platz achten, sondern auch darauf, dass in Richtung Feuerwerksareal freie Sicht besteht.
Tickets & aktuelle Termine
Offizielle Seite des Internationalen Feuerwerkswettbewerbs Hannover
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