Alltime Berlin: Pancakes und England-Feeling in der Uhlandstraße
Eigentlich wollte ich an diesem Tag nur eine Zimtschnecke. Am Ende saß ich mit drei Pancakes, Mascarpone und einem Latte Macchiato in einem Café, das mich für einen Moment vergessen ließ, dass ich überhaupt in Berlin war. Aber von vorne.
Kurz zur Einordnung: Normalerweise reisen wir zu zweit. Diesmal war ich (Gina) allerdings allein unterwegs - Oli war für zwei Tage beruflich in Berlin und ich habe ihn begleitet. Während er gearbeitet hat, hatte ich den Tag für mich. Deshalb liest du hier diesmal nur von mir.
Da wir in der Nacht erst gegen 2 Uhr im Hotel eingecheckt hatten, begann mein Tag entsprechend spät. Frühstück gab es für mich deshalb zu einer Uhrzeit, zu der andere wahrscheinlich schon über Kaffee und Kuchen nachdenken.
In der Nacht hatte ich nur noch kurz geschaut, wo ich am nächsten Tag etwas frühstücken könnte, und mir dafür das Café Pik ausgesucht. Ich hatte richtig Lust auf Zimtschnecken und war irgendwie schon total in Herbststimmung. Was ich bei meiner nächtlichen Planung allerdings nicht überprüft hatte: die Öffnungszeiten.
Ich machte mich also am nächsten Tag auf den Weg und lief ungefähr 2,5 Kilometer quer durch Berlin - nur um vor einer verschlossenen Tür zu stehen. Ruhetag. Läuft.
Frühstück ist für mich eine süße Angelegenheit
Nach dem “Frühstück” wollte ich eigentlich in den Tiergarten, also beschloss ich, einfach wieder in diese Richtung zurückzulaufen und unterwegs die Augen nach einem Café offen zu halten.
Bei mir ist das mit Frühstück nämlich gar nicht so einfach. Mit Brötchen, Wurst und Käse braucht man mir morgens nicht zu kommen. Ich gehöre eindeutig zur süßen Fraktion. Pancakes, Waffeln, Zimtschnecken - damit bekommt man mich wesentlich schneller.
Und genau deshalb war ich ziemlich froh, als mir auf dem Rückweg plötzlich das Alltime Berlin auffiel.

Ein Zufallsfund mit England-Faktor
Ich kannte das Alltime vorher überhaupt nicht. Es war wirklich ein Zufallsfund. Schon von draußen fiel mir die Einrichtung auf und irgendetwas daran zog mich direkt hinein. Also dachte ich mir: Schau einfach mal, ob du hier etwas zum Frühstücken findest.
Drinnen war ich dann ziemlich schnell begeistert. Die alten Sofas, Bücher, die Schreibmaschine und die vielen kleinen Details erinnerten mich sofort an unsere Reisen nach Großbritannien. Es fühlte sich ein bisschen so an, als würde ich irgendwo in England in einem gemütlichen Pub sitzen - und dieses Gefühl mochte ich sofort. Gerade mitten im trubeligen Berlin war das für mich irgendwie schön.



Ich wurde freundlich begrüßt, setzte mich und bekam die Speisekarte an den Tisch gebracht. Und dann entdeckte ich sie: Pancakes. Die gescheiterte Zimtschnecken-Mission war damit ziemlich schnell vergessen.
Drei Pancakes und eine neue Kombination
Auf der Karte werden die Pancakes mit Früchten angeboten. Da ich bei Obst allerdings etwas eigen bin und nicht alles mag, fragte ich einfach, ob ich sie nur mit Erdbeeren bekommen könnte. Das war überhaupt kein Problem.
Bekommen habe ich drei Pancakes mit Erdbeeren und einer Erdbeer-Himbeer-Sauce. Dazu gab es in kleinen Schälchen Mascarpone und Ahornsirup. Und Mascarpone zu Pancakes kannte ich vorher tatsächlich noch nicht. Warum eigentlich nicht? Die Kombination war richtig lecker und würde ich sofort wieder essen.


Die Erdbeer-Himbeer-Sauce war nicht meins, ich mag einfach diese kleinen harten Himbeerkerne nicht. Die Portion war für mich allerdings viel zu groß und ich habe ungefähr die Hälfte geschafft. Das liegt beides natürlich an mir, nicht am Café. Geschmeckt haben mir die Pancakes, zu denen ich einen Latte Macchiato bestellt habe, auf jeden Fall.
Ein bisschen Ruhe mitten in Berlin
Was meinen Besuch zusätzlich besonders angenehm gemacht hat, war die Ruhe. Als ich ins Alltime kam, saßen meiner Erinnerung nach nur an einem weiteren Tisch Gäste. Später gingen auch sie und plötzlich hatte ich das Café tatsächlich komplett für mich allein.
Ich würde daraus nicht schließen, dass es im Alltime grundsätzlich so ruhig ist. Ich war an diesem Nachmittag vermutlich einfach zur richtigen Zeit dort. Für mich war es nach dem langen Fußmarsch und mitten im sonst so trubeligen Berlin aber perfekt.


Am Ende blieb ich etwa 1:15 Stunden dort. Viel länger, als ich bei meinem spontanen “Mal schauen, ob es hier etwas zu essen gibt” eigentlich gedacht hatte. Aus dem Tiergarten wurde anschließend übrigens nichts mehr. Nach meinem unfreiwilligen 2,5-Kilometer-Ausflug zum geschlossenen Café hatte ich genug vom Laufen - und dann fing es auch noch an zu regnen. Also ging es zurück ins Hotel.
Fazit: Ich würde wiederkommen
Meine Zimtschnecke habe ich an diesem Tag zwar nicht bekommen - dafür bin ich ziemlich ungeplant im Alltime Berlin gelandet. Ich wusste nicht einmal, dass es das gibt.
Statt Zimtschnecken und Tiergarten saß ich plötzlich in einem Café, das mich mit seinen alten Büchern, Sofas und vielen kleinen Details sofort an England erinnert hat. Dabei habe ich Pancakes mit Mascarpone für mich entdeckt und konnte für eine Weile dem Berliner Trubel entkommen. Und ja: Ich würde wiederkommen. Wegen der Pancakes genauso wie wegen der Atmosphäre. Es war einfach richtig cozy.
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Aus einer gescheiterten Zimtschnecken-Mission wurde mein liebster Café-Fund dieses Berlin-Trips. Spontan reingehen lohnt sich hier.
- Reservierung
- Ich hatte nicht reserviert, sondern war spontan ins Alltime gegangen. Bei meinem Besuch am Nachmittag war nur sehr wenig los.
- Service
- Im Alltime wird am Tisch bedient. Der Service war bei meinem Besuch sehr freundlich und auch mein Sonderwunsch wurde unkompliziert umgesetzt.
- Adresse
- Uhlandstraße 52, 10719 Berlin (DE)
- @alltime.berlin
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